Chronik

THW Logo aus den 50er Jahren

Erster Ortsbeauftragte: Karl Rahn 1953 (22 Jahre lang)
Erste Unterkunft: THW Baracke im städtischen Bauhof
Als am 6. August 1953 der damalige Geschäftsführer des THW, Zimmermann aus Ansbach, nach Rothenburg kam, um hier einen Ortsverband zu gründen, schrieb die Stadtverwaltung zehn Städte an und bekam eigentlich nur negative Auskünfte. Lediglich die Stadt Dinkelsbühl hatte begonnen, einen Ortsverband aufzustellen. Die Stadt Nürnberg teilte sogar mit, dass das THW von der Bevölkerung abgelehnt wurde. So gesehen war also die Stadt Rothenburg mit eine der ersten Städte Nordbayerns, die sich mit der Gründung eines Ortsverbandes befasste. Dies wäre aber nicht möglich gewesen, wenn nicht ein Mann in Rothenburg mit aller Energie und Unnachgiebigkeit dieses Ziel verfolgt hätte. Es war der städtische Obersekretär Georg Höfler. Er überzeugte nicht nur den Stadtrat von der Wichtigkeit der Gründung, sondern gewann auch Karl Rahn für den Posten des Ortsbeauftragten.
Beherzte Männer waren notwendig, um das Technische Hilfswerk ins Leben zu rufen und dieser Organisation nach innen und außen Profil zu geben. Dia Aufbauzeit sei nicht leicht gewesen, da es an Ausrüstung und Fahrzeugen gefehlt habe. Dennoch sei die Leistungsfähigkeit der neuen Ortsgruppe bewiesen worden.
Die ersten Jahre galten einer gründlichen technischen Ausbildung, die zum Teil in den Schulräumen der Berufsschule und auf dem städtischen Bauhof stattfand. Hier war es ein Vorteil, dass ein großer Teil der technischen Angestellten und städtischen Arbeiter vom Bauhof Mitglieder des THW wurden.
Am 20. Oktober 1954 fand eine Großübung mit dem Roten kreuz an der Bronnenmühle statt. Ein Omnibusunglück wurde nachgebildet. Hier kamen Brennschneidgeräte und Seilwinde zum Einsatz
Am 17. Okt. 1955 wurden auf Vorschlag des örtlichen Denkmalpflegers, Willi Foerster, und in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Forschungsarbeiten im Faulturm durchgeführt, dabei mussten von den THW-Männern etwa zehn Kubikmeter Schutt aus der Turmtiefee herausgeschafft werden.
Am 29. April 1956 fand in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem THW Ortsverband Ansbach eine Übung für Waldbrandbekämpfung unter der Leitung von Oberforstmeister Schneider statt.
Bei einer großen Wasserübung am 29. September 1957 wurden die Rothenburger THW Männer mit einem Hubschrauber der amerikanischen Armee nach Ingolstadt geflogen.
Eine bedeutende Arbeit verrichtete der Ortsverband am Samstag, 8. September 1962, mit dem Aufbau des Fußgängersteges am Rödertor. Hierbei mussten 395 Arbeitsstunden aufgewendet werden. Eine Ähnliche Leistung vollbrachte der Ortsverband bereits ein Jahr später, am 10. August 1963, mit dem Aufrichten des 24 Meter langen Holzsteges an der Schmelzmühle. Dieser Holzsteg wurde mit dem Dach angefertigt und wegen seiner handwerklichen Genauigkeit gemeinsam mit dem Bauhof hergestellt. Hierbei mussten 600 Arbeitsstunden des Ortsverbandes erbracht werden. Ein weiterer großer Holzsteg wurde wieder ein Jahr später, am 25. Juli 1967, in gleicher Konstruktion und Größe an der Stegmühle erstellt.
Am 24. Juni 1967 wurde eine Wirtschaftsbrücke im Steinbachtal gebaut, die vorher ein überschweres amerikanisches Fahrzeug zum Einsturz brachte. Anschließend wurden noch zwei weitere Wirtschaftswegbrücken im Steinbachtal errichtet.
Auch die Mithilfe des Ortsverbandes bei dem Ausbau der Kinderspielplätze am Spitaltor und am Kummereck sollte nicht vergessen werden.


Zweiter Ortsbeauftragter: Franz Jüttner

Unsere Ausstattung:
- 1976 Verkehrshilfsdienst
- Instandsetzung (Gas, Wasser, Elektro)
- 1 Bergungszug
- Reservezug
- 75 Helfer, davon 47 aktive
Ausstattung: Manschaftskraftwagen, ein Kombi, Gerätesätze für Bergung und Instandsetznung, 3 Notstromaggregate mit Leuchten und Zubehör. Schweißgeräte, ein Schlauchboot ein Verkehrshilfe-Satz sowie eine Feldküche, Alarm-Funkwecker

21.6.1976 Großübung: 3 Personenwagen und Lieferwagen sind auf der Bundesstraße bei Rothenburg zusammengestoßen und in einen Steinbruch hinuntergestürzt. Schon 10 Minten nach der Alamierung waren die ersten 8 der rund 30 Helfer vor Ort.
1976: Einzug in das Obergeschoss Ansbacher Straße NR. 15 ehemalige Hasa Fabrik
1977: Zuweißung Aufgabenbereich „Abwasser-Ölschaden“, Gerätekraftwagen mit Ausstattung, einen Mannschafftswagen mit Gerätesatz.

1982 Fuhrpark: VW-Bus, 12-Tonner-Lastkraftwagen mit Gerät für die Bergung, 1 Mannschafftskraftwagen und 4 Lastkraftwagen für den Einsatz bei Gas-, Wasser-, Öl- Schaden
1982: In Rund 680 Arbeitsstunden haben die Männer des THW nach den statistischen Berechnungen des Stadtbauamtes eine 30 Meter lange Holzbrücke über die Schandttauber bei der Mittelmühle gebaut. Die Leitung die massiv eichernen Brücke zu erstelle oblag dem Zimmermeister Willi Krauß.
1982: Einen zusätzlichen Anziehungspunkt weist nun das Wildhöfer Distrikt des Forstreviers Kirnberg auf. Dort haben die Forstverwaltung und das THW in Gemeinschaft einen Brunnen mit Sitzgruppe angelegt sowie den so genannten Kirchweg befestigt.
1983: ein mysteriöser Kleiderfund, eine komplette Mädchenausstattung am Ufer des Schillingsfürster Waldschwimmbad-Weihers, beschäftigte die Polizei und führte zu einer großen Suchaktion mit Hubschrauber, Suchhunden und einem Schlauchboot des THW. Die Suche verlief Ergebnislos.
1985: Ein mit 150 Tonnen Mais-Silage gefülltes Hochsilo drohte in Lohr, Gemeinde Insingen, umzukippen und auf die Bundesstraße oder auf Nachbargebäude zu stürzen. Erst nach fast sieben Stunden war die Gefahr gebannt. Über 50 Helfer des THW und der Feuerwehr arbeiteten daran, das 16 Meter hohe tonnenschwere Bauwerk, das zuletzt wie der schiefe Turm von Pisa dastand, wieder auf zu richten.
1988: Hochwasser, von 21 Uhr bis fast 2 Uhr führte das THW eine Kraft und Nerven zehrenden Kampf gegen 20 schwere Holzstämme, die das Hochwasser in Tauberscheckenbach weggeschwemmt und in Tauberzell gegen die Steinbrücke zwischen Ortsstraße und Festplatz gedrückt hatte. Mit Seilwinden, Ketten, Traktoren und schwerem Fahrzeug gelang es den Helfern, die ungewünschte Stauwand von Baumstämmen zu beseitigen und die tauber an dieser Stelle wieder in Fluß zu bringen.
1990: Windwurf, 7,5 Stunden lang hat der technische Zug beim Aufräumen im Geslauer Wald geholfen, und zwar mit einer Motorsäge, die in einer Blitzaktion mit privaten Mitteln erworben war. Das Bundesministerium des Innern hatte nämlich die Schwerte an den Motorsägen ohne Wissen des THW-Ortsverbandes beseitigen lassen und keinen Ersatz geliefert.

Im Jahre 1992 dann das Richtfest am THW Heim, nach 15 Jahren langem Kampf. Der Dachstuhl wurde vom Schreinermeister Willi Krauß errichtet, der lange Gruppenführer beim THW war und immer noch Althelfer ist.
1993: Starke und lang Anhaltende Regenfälle hatten den Wasserstand der Tauber auf kritischen Niveau anwachsen lassen. Im Laufe der Nacht wurden die Katastrophenhelfer zu überschwemmten Straßen und Kellern gerufen
1994: Übungseinsatz des THW vorm Rothenburger Krankenhaus: Weil zwei stämmige Pappeln in letzter Zeit wiederholt mit ihren Wurzeln den Ablaufkanal zum Abwassersammelbecken und auch die Wasserzuleitung blockiert bzw. beschädigt haben, mussten sie unter dem Rasseln der Motorsägen weichen.
1995: Franz Jüttner, der die Ortsgruppe seit 20 Jahren leitete, übergab die Verantwortung an Hans Schwab aus Endsee, der zuletzt schon verstärkt in Führungsaufgaben eingebunden war.

Der dritte und aktuelle Ortsbeauftragte: Hans Schwab